E-Commerce SEO für Onlineshops

15 Tipps, die Ihren Shop besser machen

Was ist SEO für Onlineshops?

Die drei wichtigsten Themen bei SEO für Onlineshops:

  1. Der Shop inklusive aller Kategorie- und Produktseiten muss für Google und andere Suchmaschinen erreichbar und crawlbar sein. Dabei muss nicht nur ersichtlich werden, dass es sich um einen Shop handelt und welche Produkte angeboten werden, sondern auch auf seine einwandfreie inhaltliche, technische und strukturelle Funktion geachtet werden. Denn nur so wird er im Ranking der Suchergebnisse weit vorne gelistet.
  2. Der Onlineshop soll den Nutzern das beste Ergebnis und das beste Erlebnis zu deren Suchanfrage liefern. Denn nur so werden aus vielen Suchenden auch viele Käufer. Der Weg dorthin führt über Optimierungen. Egal, ob es sich dabei um Ladezeiten, Handhabung, Produktbeschreibungen oder How-to-Videos handelt.
  3. Die Reputation und Autorität des Onlineshops muss gewährleistet werden. Hohe Expertise, gute Nutzerbewertungen und auch Social-Media-Signale sind drei der Grundvoraussetzungen, damit Google den Shop als eine echte Institution im Internet bewertet. Auch diese können durch SEO verbessert werden.

Die Maßnahmen und Optimierungen für diese drei Punkte kann man in OnPage SEO, technische SEO und OffPage SEO unterteilen.


Tipp 1: Eine Keyword-Recherche steht über allem!

Bevor die eigentliche Arbeit beginnt, muss zwingend eine Keyword-Analyse und/oder eine umfangreiche Keyword-Recherche stehen. Denn sie bildet die Basis für die Seitenstruktur, die wichtigsten Kategorieseiten, die Keyword-Abdeckung, die optimierten Texte, das Matching der Suchintention und vieles mehr.

Relevante Keywords finden und definieren, aber wie?

Zwei Schritte sind nötig um relevante Keywords zu definieren:

Schritt 1: Führen Sie eine umfassende Konkurrenzanalyse durch

Auf welche Keywords setzen die Wettbewerber? Wie lange setzen sie schon auf diese? Wie relevant und gesucht sind diese Keywords über einen längeren Betrachtungszeitraum? Fragen wie diese sollten Sie mit Ihrer Analyse beantworten.

Dabei müssen Sie sich nicht unbedingt mit Amazon oder anderen Größen vergleichen, sondern vor allem mit anderen Playern, die von der Größe mit Ihrem Onlineshop vergleichbar sind, bzw. mit den Platzhirschen Ihrer Branche.

Zudem sollten Sie analysieren, welche Webseiten der Konkurrenz besonders viel Traffic erhalten, denn dieses Wissen können Sie auf Ihren eigenen Onlineshop übertragen.

Schritt 2: Erstellen Sie Listen, für welche organischen Keywords Ihre Konkurrenz rankt

So ermitteln Sie diejenigen Keywords, für die auch Ihr Onlineshop gerankt werden soll. Mittels einer Keyword Map können Sie jeder einzelnen Seite ein relevantes Hauptkeyword (für hohe Suchvolumen) und zwei, drei Nebenkeywords zuordnen.

Unterscheiden Sie dabei zwischen informationellen und kommerziellen Keywords (auch “transaktionale Keywords” genannt). Den Produktseiten werden kommerzielle Keywords zugeordnet, die informationellen werden für Kategorie- oder Informationsseiten benötigt.

Informationelle Keywords sind beispielsweise “Reifen selber wechseln”. Bei diesen suchen die Kunden Informationen, Anleitungen, oder ähnliches.

Transaktionale Keywords sind dementsprechend “Autoreifen online kaufen” oder auch nur ein Produktname wie “Goodyear EfficientGrip”, bei denen der Nutzer schon eine deutliche Kaufabsicht hegt.

Bitte beachten Sie dabei: Die informationellen Keywords haben ein deutlich höheres Suchvolumen und sind daher mindestens genauso wichtig für Onlineshops wie die kommerziellen!

Gerade als Onlineshop kleinerer oder mittlerer Größe sollten Sie auf Long-Tail-Keywords setzen. Diese bestehen meist aus einer längeren Wort-Kombination oder einer ganzen Frage. Das Suchvolumen für sie ist deutlich niedriger, doch mangels Konkurrenz, beziehungsweise aufgrund des Suchintentions Matchings können Sie bei einer entsprechenden Nutzer-Anfrage weiter oben mit Ihrer Webseite gerankt werden als bei kurzen, stark umkämpften Keywords.

Long-Tail-Keywords haben zudem eine erwiesenermaßen höhere Konversionsrate, d.h. die Kaufabsicht des Nutzers ist bei diesen schon weiter fortgeschritten.

Einige gute Tools zur Keywordrecherche finden Sie in meinem Wissensbereich.

Für die Keyword-Analyse und alle weiteren Maßnahmen sollten Sie auf das richtige SEO-Tool setzen. Je nach Größe Ihres Onlineshops reichen kostenfreie Werkzeuge wie die Google Search Console oder es empfehlen sich kostenpflichtige Profi-Lösungen wie Ahrefs oder Screaming Frog. Empfehlenswert ist aus meiner Sicht ein Alleskönner, der alle Daten an einem Ort bündelt. Eine Übersicht finden Sie in meinem Beitrag zu kostenlosen SEO Tools.



Tipp 2: Content is everything!

Content is King, das gilt auch und vor allem bei Onlineshops. Sowohl die Qualität der Inhalte als auch deren formale Struktur müssen höchsten Ansprüchen genügen, um von Google gut gerankt zu werden.

Die Qualität der Inhalte: je höher, desto besser

Ihre Texte, Bilder und Videos sollten alle eine gewisse Qualität liefern. Wichtiger als ein Hochglanzvideo sind dabei die enthaltenen Informationen und der Mehrwert für die Nutzer: Welche Produkte eignen sich für wen, wie funktioniert ein Produkt, welche Vorteile und Schwächen hat es?

Potenzielle Käufer wollen nicht unterhalten werden. Sie wollen wissen, ob ihr Geld gut angelegt ist. Inhalte sollten dennoch optisch ansprechend sein. Setzen Sie auf hochwertige Bilder in einem guten Setting und vermeiden Sie verwackelte Handyfotos sowie zu viel Bling-Bling. Hilfreich sind Vorher-Nachher-Fotos, Detailaufnahmen oder Schritt-für-Schritt-Bilderserien zur Nutzung des Produkts.

Bei Texten gilt ebenfalls das Qualitäts-Gebot. Liefern Sie einzigartigen Content, verwenden Sie Synonyme, verwandte Begriffe und Keyword-Kombinationen. Übernehmen Sie keine automatisierten Standard-Texte, denn die nutzt schon die Konkurrenz. Überzeugen Sie potenzielle Kunden mit Ihrem Fachwissen!

Mehr dazu in meinem Beitrag über E-A-T-SEO.

Bedienen Sie die Suchintention potenzieller Kunden!

Um die Suchintention der Nutzer optimal zu befriedigen, müssen Ihre Inhalte zu jedem Stadium passen, in dem sich ein Nutzer befindet. Wer noch nach der Lösung eines Problems sucht, benötigt andere Informationen als jemand, der kurz vor dem Kauf steht.

Die drei Content-Arten: transactional, informational, social

  1. Transactional Content: Content, bei dem es direkt um den Verkauf von Produkten geht.
  2. Informational Content: How-to-Videos, Produktpräsentationen, detaillierte Produktinfos. Mindestens genauso wichtig wie Transactional Content, denn informationelle Suchanfragen haben oft hohes Suchvolumen und holen unentschlossene Nutzer in der Recherche-Phase ab.
  3. Social Content: findet sich meist in einem angeschlossenen Blog, Online-Magazin oder Ratgeber, mit dem Sie Ihre Expertise beweisen.

Was Kategorie- und Produkttexte formal leisten müssen

SEO-Tipps für Kategorieseiten:

  • die H1 enthält das Hauptkeyword
  • ein kurzer Teasertext mit Hauptkeyword informiert über den Seiteninhalt
  • erste Produkte sind ohne Scrollen sichtbar
  • die Suchfunktion inklusive Filter ist sichtbar (links in einer Sidebar oder über den Produkten)
  • unterhalb der ersten Produkte folgt ein längerer Kategorietext mit hilfreichen Informationen
  • Kundenbewertungen und Sternchen sind gut sichtbar

SEO-Tipps für Produktseiten (PDP):

  • die H1 enthält den Produktnamen
  • ein kurzer, selbst geschriebener Teaser-Text setzt einen Kaufanreiz
  • das Produkt ist per Bild/Video gut in Szene gesetzt
  • Liefertermine, Verfügbarkeit und Versandart sind im oberen Drittel zu sehen
  • die Seite ist klar strukturiert (H2/H3 zu Details, Materialien, Verwendung)
  • Zertifizierungen, Gütesiegel und Auszeichnungen sind auf den ersten Blick zu sehen
  • die Produktbeschreibung ist klar und einfach, komplexe Sachverhalte werden einfach erklärt
  • nicht zu viele Fremd- und Fachwörter (und wenn doch, kurz erklärt)
  • horizontale Verlinkung auf zugehörige Artikel ist vorhanden
  • häufige Nutzeranfragen werden im Text beantwortet

Tipps zur Struktur von SEO-Texten

  • Achten Sie auf Absätze (circa alle 4-5 Zeilen)
  • Nutzen Sie die Absätze für Zwischenüberschriften
  • Listen, Tabellen, Grafiken und Bilder lockern den Text auf und geben dem Nutzer eine Verschnaufpause
  • Heben Sie wichtige Passagen per Fettung hervor

Tipp 3: Zusätzlich zum Onlineshop Inhalte anbieten!

Ein Blog, Magazin oder Ratgeber kann für Ihren Onlineshop zusätzliches Potenzial freilegen. Dort geht es nicht um den Verkauf, sondern darum, Vertrauen aufzubauen, den Nutzern mit Ihrer Expertise weiterzuhelfen und deren Fragen zu beantworten. So ziehen Sie gerade Nutzer, die nach informationellen Keywords suchen, über einen kleinen Umweg auf Ihren Shop. Achten Sie auch dort auf die Tipps zu Texten und Keyword-Recherche.

Inhalte mit echtem Mehrwert stärken zudem Ihr EEAT und damit das Vertrauen, das Google Ihrer Domain entgegenbringt. Hilfreiche, fachlich fundierte Inhalte werden außerdem häufiger in KI-gestützten Suchen und Antwortmaschinen als Quelle herangezogen, was Ihre Sichtbarkeit zusätzlich erhöht.

Weitere Vorteile eines Magazins oder Blogs für Ihren Onlineshop:

  • Brand Building: Google steht auf Marken. Über hilfreiche Blogbeiträge bauen Sie sich einen Markennamen auf.
  • Vertrauen schaffen: Wer sich gut beraten fühlt, kauft auch gerne dort ein. Nutzer honorieren kostenlose Problemlösungen.
  • Eigene Community aufbauen: Wer sich mit seinen Fragen gut aufgehoben fühlt, empfiehlt und verlinkt Ihre Webseite.
  • Eigene Expertise stärken: Fundiertes Fachwissen begeistert Nutzer und Google. Nutzen Sie es, um Ihren Expertenstatus zu untermauern.
  • Auf eigene Produkte verlinken: In Artikeln und Ratgebern dürfen Sie auf relevante Produkte Ihres Shops verlinken, wenn diese Teil der Problemlösung sind.

Tipp 4: Bilder und Videos richtig auszeichnen!

Optimierte Bilder und Videos verbessern die Ladegeschwindigkeit und erhöhen die Chancen auf ein gutes Ranking in der Google Bildersuche.

Wichtig für Bilder SEO:

  • Dateiname enthält das Hauptkeyword
  • Bild ist ausreichend beschrieben (“Nike-Schuh1.jpg” reicht nicht!)
  • Alt-Tags sind gesetzt und enthalten das Keyword
  • Bild ist maximal so groß wie dargestellt und komprimiert

Wichtig für Videos:

  • Produktpräsentationen, Tutorials, Unboxing- oder How-To-Videos kommen bei jeder Zielgruppe gut an, sofern sie den Nutzern echten Mehrwert liefern
  • Auflösung weder zu niedrig noch zu hoch
  • Dateiname mit Hauptkeyword und guter Beschreibung

Weitere Informationen zum Thema Bilder SEO.


Tipp 5: Überschriftenstruktur optimieren!

Halten Sie auch auf jeder einzelnen Produkt- und Kategorieseite Ordnung. Eine klare Gliederung mit einer H1, gefolgt von mehreren H2-Überschriften, die sich in H3 und eventuell H4 aufspalten, sollte Pflicht sein. Das hilft Google, die Inhalte in Beziehung zu setzen, und erleichtert den Nutzern die Orientierung.

Der H1 kommt besondere Bedeutung zu, denn sie signalisiert Google, welche Inhalte auf der Seite stehen. Pflegen Sie bei Kategorieseiten das Hauptkeyword ein und bei Produktseiten den Produktnamen.

Tipp 6: Auf perfekte SERP-Snippets achten!

Das SERP Snippet ist der Text-Schnipsel Ihrer Webseite, der in den SERPs ausgespielt wird. Es besteht aus Seitentitel, Meta Description und URL und ist der erste Blick des Nutzers in das Schaufenster Ihres Onlineshops. Der Text sollte aktivierend und informativ sein und nie automatisiert erstellt werden, damit Nutzer und Google positiv reagieren.

SEO-Tipps für einen guten Seitentitel:

  • Hauptkeyword enthalten, am besten weit vorne
  • Keyword-Varianten aufführen
  • maximal 60 Zeichen oder 600px lang
  • macht neugierig und regt zum Klicken an

SEO-Tipps für eine gute Meta Description:

  • Hauptkeyword enthalten
  • beschreibt den Seiteninhalt kurz und prägnant
  • aktivierende Sprache
  • kürzer als 160 Zeichen
  • Sonderzeichen wie Häkchen möglich
  • optional ein CTA wie “Jetzt kaufen”

Mit meinem SERP-Snippet-Generator können Sie Title und Meta Description vorab erstellen und prüfen, wie Ihr Snippet in den Suchergebnissen wirkt.


Tipp 7: Mit Rich Snippets zu mehr Klicks!

Rich Snippets sind mit strukturierten Daten angereicherte Snippets, etwa Sterne-Bewertungen, Abbildungen oder Preisangaben. Sie ziehen mehr Aufmerksamkeit auf sich, steigern die Click-Through-Rate (CTR) und helfen Google, Ihre Inhalte besser zuzuordnen.

Für Onlineshops besonders relevant ist das Product- und Offer-Schema: Damit zeichnen Sie Preis, Verfügbarkeit und Bewertungen direkt in den Produktseiten aus. So erscheinen diese Angaben oft schon im Snippet und machen Ihr Ergebnis attraktiver. Mehr Infos zu strukturierten Daten bei Google Developers.

Beispiel für ein Rich Snippet
Rich Snippet zu der Suchanfrage "Mesano Dry Gin": erhöhtes Vertrauen und Aufmerksamkeit durch Bilder und Zusatzinfos.

Tipp 8: Website-Struktur und Sitemap optimieren!

Eine durchdachte Website-Struktur ist entscheidend, um das Potenzial Ihres Onlineshops dauerhaft hoch zu halten. Sie beschleunigt SEO-Prozesse und Google findet sich besser zurecht. Vergleichbar mit einem aufgeräumten Zimmer: Ordnung macht das Auffinden leicht.

Jede Seite hat ihre Aufgabe. Auf der Startseite stellen Sie das Unternehmen vor, erklären USPs und weisen auf neue Produkte oder Aktionen hin. Wie Kategorie-, Produktseiten und Blog aufgebaut sind, wissen Sie bereits. Mit dem SEO-Tool Screaming Frog lassen sich Ihre Seitenstrukturen visualisieren und Probleme bei Crawling und Indexierung schnell aufdecken.

Sitemap einreichen

Über die Google Search Console übermitteln Sie eine oder mehrere Sitemaps mit allen Produkten, Kategorien und Beiträgen, die Google indexieren soll. Eine Sitemap ist keine Grundvoraussetzung für die Indexierung, beschleunigt diese aber oft. Die Funktion kostet kaum Zeit und sollte unbedingt genutzt werden.

Kurze, sprechende URLs

Kurze URLs ranken bei Google besser als lange und sollten sofort erkennen lassen, welche Inhalte dahinterstecken. Solche sprechenden URLs wie /seo-glossar/ enthalten idealerweise das Fokuskeyword: bei Produktseiten den Produktnamen, bei Kategorieseiten das Hauptkeyword der Kategorie.


Tipp 9: Core Web Vitals und Ladezeiten verbessern!

Die Ladegeschwindigkeit zählt seit 2020 zu den Rankingfaktoren, gemessen über die Core Web Vitals. Sie erfassen, wie schnell Inhalte angezeigt werden, wie schnell die Seite auf Eingaben reagiert und ob Elemente nach dem Laden verrutschen. Im Kern ein Usability-Thema: Nutzer ärgern sich über lange Ladezeiten oder verrutschende Elemente und verlassen die Seite, was Umsatz und Ranking schadet.

Lange Ladezeiten entstehen oft durch zu große JavaScript- und CSS-Dateien, unzureichend komprimierte Bilder und Videos, langsame Server oder falsche Rendering-Prioritäten. Diese Probleme sollten Sie ausräumen. Mit PageSpeed Insights prüfen Sie die Ladezeiten Ihrer Website.


Tipp 10: Interne Verlinkung optimieren!

Achten Sie auf eine geschickte und für die Nutzer relevante interne Verlinkung. Das gilt für die vertikale Verlinkung (z.B. über Breadcrumb-Navigation) wie für die horizontale Verlinkung (z.B. themenverwandte Produkte unter dem jeweiligen Produkt). Das ist nicht nur verkaufstechnisch sinnvoll, sondern verteilt auch den Link Juice optimal. Seiten ohne interne Verlinkung sollten Sie unbedingt vermeiden.


Tipp 11: Duplicate Content, Canonical Tags und Keyword-Kannibalisierung!

Die Inhalte Ihrer Seite sollten einzigartig sein. Duplicate Content sieht Google nicht gerne und auch Nutzer wollen keine standardisierten Texte finden, die sie schon von anderen Seiten oder Produkten kennen. Mit wachsendem Shop wird das schnell zur Herausforderung. Prüfen können Sie doppelte Inhalte über die Indexabdeckung in der Google Search Console.

Canonical Tags setzen

Damit Produktvarianten in anderen Farben oder Größen nicht als Duplicate Content gewertet werden, setzen Sie von Anfang an Canonical Tags. Damit zeichnen Sie eine Produktseite als Original aus, auf das alle Varianten verweisen.

Keyword-Kannibalisierung vermeiden

Von Keyword-Kannibalismus spricht man, wenn mehrere Seiten für dasselbe Hauptkeyword optimiert sind. Das erschwert Google die korrekte Indexierung und meist erzielt dann keine der Seiten eine gute Position in den SERPs.


Beratung und Optimierung im E-Commerce SEO für Onlineshops

Als SEO Freelancer habe ich bereits zahlreiche Onlineshops für Kunden und Agenturen erfolgreich für Suchmaschinen optimiert. Ob Produktseiten, Kategorieseiten oder die technische Struktur Ihres Shops: Ich kenne die typischen Stolpersteine im E-Commerce SEO und weiß, worauf es bei nachhaltigen Rankings ankommt. Nutzen Sie meine Erfahrung im E-Commerce SEO für Onlineshops auch für Ihren Shop mit Shopify, WooCommerce, Shopware oder Magento.


Tipp 12: Paginierung, Weiterleitungen und 404-Fehler im Griff behalten!

Eine korrekte Auszeichnung der Paginierung ist aus SEO-Sicht extrem wichtig. Sie betrifft Inhalte, die nicht auf eine einzelne Seite passen, etwa umfangreiche Produktauflistungen oder Suchergebnislisten. Diese mehrteiligen Seiten müssen richtig ausgezeichnet werden, damit Google sie vollständig indexieren kann. Denn eine Kategorieseite wird nur bis etwa 15 MB gelesen und sollte nicht mehr als 400 Links enthalten.

Die früher übliche Auszeichnung mit rel="prev" und rel="next" ist kein Indexierungssignal mehr. Heute bekommt jede zusammenhängende Seite eine eigene URL mit eigenem Canonical Tag, wobei die erste Seite mit einführendem Kategorietext eine Sonderrolle einnimmt. Die Filterfunktion ist ausgenommen, da sie nur die Sortierung ändert. Details in den Paginierungs-Tipps von Google Search Central.

Weiterleitungsketten vermeiden

Bei Weiterleitungsketten leiten mehrere 301-Redirects hintereinander weiter (Seite A auf B auf C auf Zielseite D). Solche Ketten erschweren die Indexierung und bergen das Risiko, dass Nutzer auf einer 404-Seite landen. Lösen Sie bestehende Ketten auf und leiten Sie direkt von A auf die Zielseite weiter. Aufspüren können Sie solche Ketten mit meinem Redirect Chain Checker.

404-Fehler vermeiden

404-Fehler entstehen, wenn Sie ein Produkt löschen oder verschieben, die Seite bei Google aber noch indexiert ist, oder wenn Nutzer auf eine alte URL verlinkt haben. Mit einer 301-Weiterleitung leiten Sie Nutzer dennoch auf die gesuchte Seite, ohne dabei neue Weiterleitungsketten zu erzeugen.


Tipp 13: Usability und Verschlüsselung optimieren!

Ohne optimale Nutzerfreundlichkeit steigt der Verdruss. Wenn Nutzer sich durch Übersichtlichkeit, Suchfunktion oder Bestellvorgang kämpfen müssen, brechen sie den Kauf ab. Das schadet dem Ranking, das auch Verweildauer und Absprungrate einbezieht.

Zentral ist die Optimierung für mobile Endgeräte, über die immer mehr Nutzer einkaufen. Klickbare Elemente brauchen genügend Platz. Eine gewohnte Navigation (Logo links oben, Warenkorb und Kasse rechts oben, Suchfunktion links oder über den Produkten) sollte nicht experimentell sein. Menüs, Warenkorb und Checkout müssen verständlich bleiben.

Für optimale Lösungen bieten sich SEO A/B-Tests oder Usability-Tests wie rapidusertests.com an. Auch Googles Grow my Store testet die Usability Ihres Shops.

Webseite verschlüsseln

Sollte Ihr Shop noch unverschlüsselt sein, stellen Sie ihn schnell auf https um. Meist reichen kostenlose SSL- oder TLS-Zertifikate wie die von "Let's encrypt". Eine Verschlüsselung bringt Ranking-Vorteile und schafft vor allem Vertrauen bei den Nutzern.


Tipp 14: Trust-Elemente einbauen und Kundenfeedback nutzen!

Was viele gut finden, schafft Vertrauen und Seriosität. Bauen Sie Auszeichnungen und Wertschätzungen gut sichtbar auf Ihren Seiten ein:

  • Bewertungen von Google, Facebook, ProvenExpert o.ä.
  • Zertifikate, Siegel und Banner (z.B. vom TÜV)
  • Gütesiegel (z.B. DIN ISO)
  • Preise und Auszeichnungen (z.B. Stiftung Warentest)
  • Kundenrezensionen

Kundenfeedback nutzen

Plausibles Kundenfeedback sollte nicht ungehört bleiben, denn es deckt konkrete Schwachstellen auf, etwa:

  • fehlende Bezahlmethoden im Checkout (Apple Pay, Google Pay, Klarna)
  • fehlende Breadcrumbs zurück in die Kategorien
  • unpassende Vorschläge bei Upselling und Cross-Selling

Nutzen Sie das Feedback zur stetigen Verbesserung, denn das erhöht Conversion-Rate und Kundenzufriedenheit.


Tipp 15: Backlinks erhalten und pflegen!

Ein gutes Backlinkprofil ist ein Evergreen-Tipp, denn organische Backlinks sind das Maß aller Dinge für die Autorität Ihrer Webseite bei Google. Ohne wertvolle Backlinks wird es Ihr Onlineshop schwer haben, sich Spitzenrankings zu sichern.

Backlinks erhalten Sie auf vier Wegen: selbst hinzufügen, danach fragen, kaufen (tun Sie es nicht!) oder sich verdienen. Nicht alle sind gleich wertvoll: Einträge in Branchenverzeichnisse oder Blog-Kommentare wiegen weniger als Links von Fachzeitschriften oder wissenschaftlichen Einrichtungen. Doch allgemein gilt: jeder Link hilft, sofern er nicht von einer unseriösen Website stammt.

So bauen Sie ein gutes Profil auf:

  • Machen Sie sich einen Namen, sodass Ihre Expertise auf themenverwandten Seiten gefragt ist
  • Bitten Sie Hersteller, deren Produkte Sie verkaufen, um Aufnahme ins Händlerverzeichnis
  • Generieren Sie interessante Linkable Assets, die andere gerne teilen
  • Schreiben Sie Gastbeiträge mit Verweis auf Ihren Wissensbereich

Führen Sie regelmäßig eine Backlink-Analyse durch, auch bei der Konkurrenz: Wie viele Backlinks haben die besten Onlineshops, woher stammen sie und wie hochwertig sind sie?

Verzichten Sie auf gekaufte Links: Auf diese greift auch Ihre Konkurrenz zu und die schlechte Qualität fliegt meist irgendwann auf. Folgen Sie stattdessen diesen Regeln:

  • nur thematisch nahe Webseiten
  • nur Backlinks, die echten Traffic generieren
  • organisches, kontinuierliches Wachstum statt vieler Links auf einmal
  • Abstand zu Linktauschsystemen, automatisierten Verlinkungen und Linkfarmen
  • PR-Arbeit nicht vernachlässigen, aber auch nicht übertreiben

E-Commerce SEO - Ein Fazit:

E-Commerce SEO und die damit verbundene stetige Optimierung Ihres Onlineshops sind Voraussetzung für nachhaltiges Wachstum. Für langfristige organische Top-Platzierungen sollten Sie auf eine professionelle SEO-Betreuung setzen, die Ihr Inhouse-Team erweitert. Sie profitieren von höheren Klickraten, besserer Sichtbarkeit, hohem ROI und Trust.


Ihr Ansprechpartner
Matthias Klenk, SEO Freelancer

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