Sichtbarkeitsindex Definition & Anbieter Sistrix, Xovi, Searchmetrics

Sichtbarkeitsindex - Definition und Sichtbarkeitsindizes

Definition, Erklärung und Beispiele im SEO-Glossar

Alternative Bezeichnung(en):

  • Visibility Index
  • Online Value Index
  • Sichtbarkeitstrend

Kurze Definition Sichtbarkeitsindex

Was ist ein Sichtbarkeitsindex?

Ein Sichtbarkeitsindex ist ein Indikator für die Sichtbarkeit einer bestimmten Webseite im Ranking von Suchmaschinen wie Google, Bing und Co.! Die Sichtbarkeit wird dabei auf Basis von Rankings der Webseite innerhalb eines festgelegten Datensatzes aus Keywords (Keyword-Sets) ermittelt.


Der Begriff "Sichtbarkeitsindex" im Detail

Die Sichtbarkeit ist in den allermeisten Fällen ein entscheidendes Kriterium für den Erfolg einer Webseite und des Unternehmens dahinter, daher haben sich gleich mehrere Firmen und Institutionen darauf spezialisiert, diese via Kennzahlen auszudrücken. Entstanden sind verschiedene Sichtbarkeitsindizes, die im Onlinemarketing große Beachtung finden - die bekanntesten unter ihnen sind wohl der Sistrix Sichtbarkeitsindex und der XOVI Online Value Index (kurz: OVI).
Beide Indizes spiegeln dabei wider, wie oft eine Webseite bei Suchanfragen von Usern auf den Suchergebnisseiten (kurz: SERPs) von Suchmaschinenanbietern wie Google erscheinen. Daraus errechnet sich eine Kennzahl, die Aufschluss über die Sichtbarkeit der jeweiligen Domain gibt. Da jedoch für diese Berechnung nicht jedes noch so spezielle Keyword oder Keywordset berücksichtigt werden kann, haben die Macher der Indizes sich ein mehr oder weniger beständiges Relevant Set an Keywörtern erstellt, mit dem sie ihre Kennzahlen errechnen. Um welche es sich dabei genau handelt, weiß man nicht. Sicher ist, dass es die meist abgefragten Keywords umfasst sowie einen variablen Bestandteil an Keywords und Keyword-Kombinationen, die zum Geschäftsgeheimnis der jeweiligen Index-Ersteller gehören.

Obwohl die Berechnung der Kennzahlen für die Sichtbarkeit einzelner Seiten im Netz im Grunde genommen auf ähnlichen Modellen basiert, lassen sich die einzelnen Indizes nicht miteinander vergleichen. Das ist wie mit den Äpfeln und Birnen in der realen Welt. Zudem sagt der Sichtbarkeitsindex auch nichts über den Traffic oder Conversions auf einer Webseite aus.


Übersicht über die wichtigsten Anbieter von Sichtbarkeitsindizes

SISTRIX Sichtbarkeitsindex

Der SISTRIX Sichtbarkeitsindex

Der SISTRIX Sichtbarkeitsindex bildet den Erfolg einer Seite in den Google-Suchergebnissen ab. Er wird seit 2008 auf Basis von vielen Millionen Datenpunkten erhoben und hat sich seitdem als Goldstandard für Erfolgsmessung in der Suchmaschinenoptimierung etabliert. An der grundsätzlichen Berechnung gab es seit seiner Einführung keine Änderungen, sodass alle historischen Werte miteinander vergleichbar sind. Es wird unterschieden zwischen Gesamtsichtbarkeitsindex einer Domain, einzelnen Subdomains, Verzeichnissen oder URLs. Der Sichtbarkeitsindex wird für jede Domain ermittelt, die für mindestens eines der insgesamt eine Million umfassenden Keywords aus der Datenbank rankt. Neben den Desktop-Suchergebnissen erfasst er auch Smartphone-Ergebnisse und weist den Smartphone-Sichtbarkeitsindex getrennt aus.

(Quelle: SISTRIX)

Wie wird der Sistrix Sichtbarkeitsindex berechnet?

Die Berechnung erfolgt in drei Schritten.

  1. Im ersten Schritt werden die Suchergebnisse für eine Million Suchanfragen (auf Keywordbasis) erhoben. Diese Keywords bilden laut Sistrix einen repräsentativen Querschnitt über das Suchvolumen in dem jeweiligen Land. Ein Teil der Keywords wird aus Aktualitätsgründen regelmäßig ausgetauscht. Dabei zählen nur die sogenannten organischen Google-Treffer, in der Regel 100 Treffer je Keyword. Auf diese Weise werden 100 Millionen Datenpunkte (1.000.000 x 100) ermittelt.
  2. Der zweite Schritt der Berechnung besteht aus der Gewichtung dieser Datenpunkte nach dem jeweiligen Suchvolumen des Keywords sowie der erwarteten Klickwahrscheinlichkeit. So ergibt Position acht in den SERPs für einen sehr trafficstarken Suchbegriff wie “nintendo switch” eine höhere Wertung als Position eins für ein trafficarmes Keyword wie “nintendo switch speicherkarte empfehlung”.
  3. Im dritten Schritt werden die gewichteten Werte für alle Rankings einer Domain aufsummiert. Die Summe aller Werte ergibt den Sichtbarkeitsindex.

Sichtbarkeitsindex kostenlos ermitteln

Auch ohne Registrierung ist es möglich die Sichtbarkeit einer Webseite zu ermitteln. Hierzu stellt Sistrix ein kostenloses, einfaches Tool bereit. Den Link hierzu finden Sie unten in den weiterführenden Informationen.


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Sollten Sie die Sichtbarkeit Ihres Unternehmens optimieren wollen, stehe ich Ihnen als SEO Freelancer mit langjähriger Erfahrung gerne zur Seite. Neben einmaligen Leistungen wie Analysen und der Entwicklung einer SEO-Strategie, biete ich auch langfristige Lösungen wie etwa die laufende SEO Betreuung an und übernehme hierbei die Projektleitung. Bei Interesse stehe ich Ihnen gerne für ein erstes Gespräch zur Verfügung.


Screenshot Sichtbakeitsindex von XOVI

Der OVI von XOVI

Der OVI („Online Value Index“) ist die XOVI-Kennzahl für die Sichtbarkeit einer Domain in den organischen Suchergebnisseiten (SERPs) von Google und Bing.

Die Keyword-Datenbank zur Berechnung des OVIs bleibt stets unverändert. Es werden also nur diejenigen Keywords berücksichtigt, die seit Beginn der Datenerhebung der jeweiligen Google-Länder durch XOVI-Crawler abgerufen wurden und werden. Für Google Deutschland wird seit dem Jahr 2009 dieselbe Keyword-Basis für die Berechnung des Online Value Index verwendet. Der OVI ist nach oben hin offen. So hat etwa wikipedia.org einen Wert von 107.000 und transfermarkt.de von 1.130.

(Quelle: XOVI)

Wie wird der OVI berechnet?

Der OVI wird Woche für Woche aus den Top 100-Rankings pro Domain auf Basis einer Keywords-Datenbank von 500.000 Keywords gebildet. Diese stellen einen Querschnitt aus den verschiedensten Bereichen wie zum Beispiel Shopping, Reisen, Finanzen, Versicherung, Bildung, Gesundheit, usw. dar.

Zudem erhalten die erzielten Rankings je nach Position in den SERPs, dem monatlichen Suchvolumen, der Klickrate sowie der Wortanzahl pro Keyword eine unterschiedliche Gewichtung. Dabei wird zum Beispiel Platz 4 bei einem Keyword wie „Fotograf“ mit einem sehr hohen Suchvolumen und hoher Klickrate stärker gewichtet als etwa Platz 1 bei „Fotograf Buxtehude“.

Je höher der OVI-Wert, desto sichtbarer ist die Webseite in den Google SERPs, spricht desto mehr Rankings hat die jeweilige Website.


Screenshot: Seobility Sichtbarkeitstrend

Der Seobility Sichtbarkeitstrend

Der SEOBILITY Sichtbarkeit Trend dokumentiert die Entwicklung der Rankings eines Projektes bei Suchmaschinen. Es wird ein Sichtbarkeitswert berechnet, welcher auf Basis der angelegten Keyword Monitoring Aufträge erfolgt. Dabei spielen mehrere Faktoren eine Rolle:

  • Die Platzierung(en) der Domain in den Top100 Suchergebnissen
  • Das Suchvolumen der jeweiligen Keywords
  • Etwaige Monitoring Einstellungen wie Städte-Lokalisierung

(Quelle: SEOBILITY)

Wie wird der SEOBILITY Sichtbarkeitstrend berechnet?

Jedes Ranking zahlt eine gewisse Anzahl an Punkten in die Gesamtsichtbarkeit eines Projekts ein. Maßgeblich ist die Position, woraus sich die Click-Through-Rate in den Suchergebnissen errechnet und wie häufig der Suchbegriff von Usern genutzt wird (Suchvolumen).

Eine Einschränkung des Ranking Monitorings über eine Städte-Lokalisierung reduziert das für ein Ranking gewertete Suchvolumen anteilig. Weiterhin ist zu beachten, dass Veränderungen der zu beobachteten Suchbegriffe den Wert der Sichtbarkeit stark beeinflussen. Fügt man neue Suchbegriffe hinzu oder reduziert diese, erhöht oder verringert sich der Sichtbarkeitswert, sofern das Projekt in den Top100 Ergebnissen gelistet wird.

Der auf Basis der angelegten Suchbegriffe errechnete individuelle Sichtbarkeitswert gibt an, wie gut die Website für die beobachteten Keywords zu finden ist und ob sich die Positionen verbessern oder verschlechtern. Zudem wird das Suchvolumen der User miteinberechnet.


Screenshot Searchmetrics SEO Visibility

Die Searchmetrics SEO Visibility

Die SEO Visibility wurde von Searchmetrics entwickelt, um die Online-Performance von Webseiten anhand eines einzelnen und dennoch universellen Index messbar zu machen. Mit ihr lassen sich mehrere Domains anhand einer fundierten Kennzahl miteinander vergleichen. Ihr liegen unter anderem Kalkulationen aus Keyword-Suchvolumina, relevanten Domain-Rankings und dynamischen CTR-Algorithmen zugrunde.

(Quelle: SEARCHMETRICS)

Wie wird die SEO Visibility von SEARCHMETRICS berechnet?

Um die Sichtbarkeit einer Webseite zu bewerten, fließen verschiedene Daten in die Berechnung der KPI ein. So setzt sich die SEO Visibility unter anderem aus Informationen zum Suchvolumen der entsprechenden Keywords sowie den Positionen und der Häufigkeit zusammen, mit denen die URLs einer Domain für diese Keywords in den organischen Suchergebnissen von Google, Bing & Co. ranken. Ein von Searchmetrics errechneter Bewertungsfaktor und Daten aus dynamischen Modellen zur Berechnung der Click-Through-Rate (CTR) fließen ebenfalls mit ein.


Weiterführende Informationen

Sichtbarkeitsindex kostenlos ermitteln: https://app.sistrix.com/de/visibility-index

Matthias Klenk

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