Was bedeutet Bilder SEO?

Bilder SEO hat das Ziel, eine Bilddatei gut zu ranken. Dabei gibt es wie bei OnPage Optimierungen verschiedene Ebenen: die sichtbare Ebene, die Metaebene sowie die Bildebene.

Warum ist Bilder SEO so wichtig?

Bilder sind neben dem Text ein wichtiger Bestandteile jeder Webseite. Für Onlineshops sind sie sogar von elementarer Wichtigkeit. Ihr Aussehen und ihre Qualität haben großen Einfluss auf unser Kauf- und Klickverhalten.

Gute Bilder werden daher immer wichtiger. Und damit auch Bilder SEO: denn was nicht gesehen wird, wird auch nicht gekauft oder geklickt.

Mit Bilder SEO kann Einfluss auf die eigene Sichtbarkeit, die Click-through-rate, das Ranking und die Traffic-Zahlen ihrer Webseite genommen werden.


Grundlagen: Alt-Text, Dateiname, Beschreibung und Texte im Umfeld

Suchmaschinen erkennen Bilder durch die Fortschritte im Bereich der künstlichen Intelligenz immer besser. Doch auf heutigem Stand reicht diese noch nicht aus, um Bilder genau zu erfassen und zu indexieren. Daher kommt man bei der Suchmaschinenoptimierung um die Grundlagen nicht drum herum, den Crawlern Informationen bereitzustellen, mit denen sie die Inhalte der Bilder richtig einordnen können.

Grundlagen der Bilder-SEO:

Weiter gibt es eine Vielzahl anderer Stellschrauben, an denen man drehen kann (und muss), um Bilder im Google-Ranking nach vorne zu bringen.

Dazu gehören:

  1. Der Dateiname: er spielt eine sehr große Rolle für das Ranking in der Bildersuche.
    Er sollte so aussagekräftig wie möglich sein und das Hauptkeyword möglichst weit vorne im Namen verwenden.
    Der Dateiname ist ein wichtiger Faktorfür Google und Co., wenn diese das Thema der Webseite ermitteln und das Bild in den Kontext einordnen. Ein Bild das “img-20210804.jpg” heißt, sagt nichts aus und kann von Google nicht zugeordnet werden. Formal sollte man bei ihm Umlaute und Sonderzeichen vermeiden, einzelne Begriffe per Bindestrich/Minuszeichen miteinander verbinden. Beispiel: “sneaker-adidas-gruen.jpg”
  2. Das Alt-Attribut: es hatte früher lediglich die Funktion, ein Bild zu beschreiben, falls dieses aus technischen Gründen nicht angezeigt werden konnte.
    Heute kann das Alt-Attribut viel mehr: es hilft den Crawlern, den Bildinhalt zu verstehen und thematisch einordnen zu können. Daher sollte im Alt-Text das Hauptkeyword, möglichst weit vorne,  enthalten sein und der Inhalt des Bildes beschrieben sein.
    Menschen mit eingeschränkter Sehkraft können sich so das Bildmotiv über einen Sprachassistenten vorlesen lassen. Also statt “Image001” zum Beispiel “Audi a6 2021 - Interieur””.
    Also: Keyword + Was auf dem Bild zu sehen ist.
  3. Der Title-Tag: Er bietet den Crawlern zwar nur eine weitere, nachgelagerte Bewertungsmöglichkeit, ist aber wichtig für die Usability.
    User können sich diesen zum Beispiel mit einem Mouse-Over anzeigen lassen. Daher sollte auch beim Title ein favorisiertes Keyword miteingebunden werden.
    Sollte das Bild verlinken wird der Titel zudem als Linktext verwendet.

Die Inhalte der Bilddaten müssen dabei themenverwandt oder noch besser: themengleich zum restlichen Inhalt der Webseite sein. Bildbeschreibungen und Bildunterschriften sollten in unmittelbarer Nähe zum Bild selbst platziert werden und ebenfalls das Keyword beinhalten.

Textblöcke zu Produktdetails oder erweiterte Beschreibungen zu den im Bild genannten Inhalten sollten im Umfeld der abgebildeten Datei sein und diese im Idealfall umfließen oder einrahmen. Die dort in der Absatzüberschrift (H2) und im Text aufgeführten Keywords helfen Google, das Bild besser einordnen und damit auch ranken zu können.

Um die Indizierung von Bildern zu verbessern, können alle Bild-URLs zusätzlich noch in einer separaten XML Sitemap in der Google Search Console hinterlegt werden.

Tipp: Auf den grünen Faden achten, damit Bilder SEO seine Kraft entfalten kann!

Gute Suchmaschinenoptimierung hat immer einen Plan bzw. eine SEO-Strategie - vom Großen und Ganzen bis zu jeder einzelnen Unterseite. Darum sollten Seitentitel, URL, H1- und H2-Überschriften, Fließtexte und auch die Alt-Attribute und Dateinamen von Bildern thematisch miteinander harmonieren und sich im Idealfall über die eingesetzten Keywords ergänzen.

Achten Sie auch stets darauf, dass die Bilder, die Sie einbinden, thematisch wirklich zu den restlichen Inhalten der Webseite passen und Keywords enthalten.
Ein perfekt optimiertes Bild von einem Sportwagen macht einfach keinen Sinn, wenn es sich im Umfeld einer Rezepte-Seite befindet. Das sorgt bei Googles Crawlern nur für Verwirrung.


Core Web Vitals: Bilder-SEO macht die Seite schneller

Mit der Einführung der Page Experience als Rankingfaktor Mitte 2021 sind die Core Web Vitals wichtiger denn je geworden.

Dateigröße

Gerade aufgrund der zunehmenden Abfragen über mobile Endgeräte ist eine kurze Ladezeit von Bildern daher sehr wichtig. Der Page Speed einer Seite lässt sich beispielsweise optimieren, indem man hochauflösende Bilder auf eine Dateigröße von etwa 150 kB komprimiert.

Die Optimierung von Bilder für Suchmaschinen wie Google geht aber weit über die reine Arbeit am Bild hinaus. Auch technische Maßnahmen wie die Implementierung von Lazy Loading sorgen dafür, dass Webseiten schneller laden.

Lazy Loading

Der Begriff “Lazy Loading” selbst mag ein wenig irreführend sein, bedeutet aber nur, dass nicht benötigte Bilddaten oder andere Inhalte nachgelagert geladen werden. Nämlich immer dann, wenn der User sie in den sichtbaren Bereich seines Screens scrollt.

Auch das erhöht den Page Speed, weil zunächst nur die Inhalte für den User bereitgestellt werden müssen, die im Bereich Above-the-fold liegen.

Verschieden Dateigrößen

Ebenfalls in den technischen Bereich fällt die Nutzung des src-Attributs. Mithilfe des srcset kann Browsern mitgeteilt werden, dass Bilder in verschiedenen Größen zur Verfügung stehen. Auf den mobilen Endgeräten der User wird dann das Bild ausgespielt, das von der Auflösung und der Screengröße am besten passt.

Der Effekt sorgt für schnellere Ladezeiten, weil unnötig große Bilddateien, die eventuell für Desktop-Rechner angelegt wurden, nicht geladen werden müssen.

Einen schönen Nebeneffekt hat die Nutzung des src-Attributs ebenfalls noch: dreht man sein Handy vom Hoch- aufs Querformat oder andersrum, mussten Bilder früher angepasst, d.h. neu geladen werden. Mit dem Einsatz des srcset entfällt auch dies und schont so die Nerven der User.


Interne Verlinkung sorgt für bessere Rankings

Auch bei der internen Verlinkung von Bildern gibt es Optimierungsmöglichkeiten, die für ein besseres Ranking bei der Google Bildersuche sorgen können.

Eine starke, wenn auch nicht übertriebene, interne Verlinkung, ganz egal, ob hart oder über Thumbnails hilft immer. Oder auch die mehrfache Verwendung des Bildes auf der Webseite mit identischen Meta-Angaben.

Im Gegensatz zu Duplicate Content bei Texten oder anderen Inhalten wird dies bei Bildern im Ranking sogar eher begünstigt.

Wenn Sie Bilder auf Social Media Plattformen oder im Netz mit anderen teilen, ist das natürlich ebenfalls förderlich.

Jedes Bild, das an anderer Stelle noch mal verwendet wird, punktet für Sie.


Bilder SEO mit strukturierten Daten für Rezepte, Produkte etc.

Bestimmte Bilder können mit strukturierten Daten gekennzeichnet werden. Diese helfen Google, die Bilder noch besser auslesen und zuordnen zu können. Zum anderen werden die Bilder so aber auch in der normalen Google-Suche präsentiert, was sie optisch auffallender und damit auch interessanter für die Suchenden macht.

Bekannt sind vor allem Produktabbildungen bei einer Kauf-Intention des Users oder Bilder von Rezeptseiten. Aber auch für Bewertungen oder Veranstaltungen steht dazu ein spezielles Markup zur Verfügung, das man unbedingt nutzen sollte, wenn man bei der Bildersuche besser ranken will.

Die Allgemeinen Richtlinien Googles für Strukturierte Daten geben zu diesem Thema viele nützliche Tipps und Hinweise.


FAZIT: Bilder SEO ist mehr als nur DATEINAME.jpg

Bilder SEO wirkt sich nicht nur auf einzelne Bilder aus, die man den Suchmaschinen in optimierter Form zur Verfügung stellt. Jedes optimierte Bild auf der eigenen Webseite bringt auch den gesamten Webauftritt im Ranking ein Stück nach vorne.

Genauso umfassend wie die Wirkung von Bilder SEO sind auch dessen Einsatzgebiete. Egal, ob es sich dabei um technische Aspekte handelt, um die bestmögliche Indizierung der Bilder oder um hohe Sichtbarkeit in den SERPs. Bilder für Google zu optimieren, sorgt für zusätzlichen Traffic und Conversions auf Ihrer Seite und sollte fester Bestandteil Ihrer Strategie im Online Marketing sein.

SEO Freelancer Matthias Klenk
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Häufge Fragen und Antworten zur Optimierung von Bildern

Wie viele Bilder pro Artikel?

Für Suchmaschinen ist es nicht wirklich relevant wie viele Bilder und Grafiken für eine Artikel im Blog verwendet werden. Denken Sie daher eher an den User  und dessen Suchintention.

Ein Beispiel:

Ein Blogbeitrag über den "Vergleich von drei verschiedenen Businesslaptops"
Hier macht es durchaus Sinn, neben einzelnen Bildern zu den Produkten, ein Bild von allen drei Laptops nebeneinader zu zeigen. Dadurch erkennt der Suchende, dass die Produkte wirklich getestet wurden und es sich hier nicht nur um eine Affiliate-Seite handelt.

Wie viele Bilder für einen SEO Text?

Wenn Sie einen SEO-Text schreiben, sollten Sie Ihre Inhalte mit Bildern und ggf. Grafiken und Statistiken unterlegen.

Ein Beispiel:

Ein Text über "Maschinen für Lagerlogistik". Abgesehen von Bildern der Produkte könnten Sie hier eine Statistik einfügen wie sich die "Abfertigungsgeschwindigkeit in der Logistik durch den Einsatz von Maschinen" verbessert hat. Auch könnte eine Grafik über die "durchschnittliche Anzahl von Maschinen pro Unternehmen" hilfreich sein.
Wichtig ist, dass Sie hierbei die Quellen nennen un verlinken. Bspw. Statista.