Google-Index - Definition & Erklärung

Was ist der Google-Index?

Google-Index - Definition und Erklärung

Im Google-Index sind alle Webseiten erfasst, die von den Webseiten-Betreibern zur Indexierung freigegeben wurden. Danach werden diese je nach Relevanz auf den Suchergebnisseiten (SERPs) platziert. Dabei spricht man auch vom Ranking.

Der Google-Index: ständig in Bewegung

Googles Index darf man sich nicht wie ein festes Verzeichnis vorstellen (wie beispielsweise eine Enzyklopädie oder ein Lexikon), sondern eher wie ein äußerst dynamisches Daten-Sammelsurium, bei dem jede einzelne Webseite und deren Inhalt regelmäßig erfasst und bewertet werden.

Das Ranking der einzelnen Webseiten ist dementsprechend auch dynamisch - es kann nach oben und nach unten gehen. Um die exakte Platzierung einer Webseite für eine bestimmte Suchanfrage zu ermitteln, legt Google eine schier unerschöpfliche Datenmenge für seine Bewertung zugrunde und hat dazu Milliarden von URLs auf seinen Servern gespeichert.

Je nachdem, mit welchem Gerät (Smartphone, Tablet, PC) oder von wo aus jemand eine Suchanfrage stellt, variieren die ausgespielten Suchergebnisse. Zudem kommen täglich neue Webseiten zu diesem Index hinzu oder werden entfernt - und wie gesagt: selbst die bereits indexierten Webseiten unterliegen in regelmäßigen Abständen dem Crawling-Prozess.

Außerdem werden Googles Bewertungs-Algorithmen immer komplexer und die eigenen Rankingkriterien ständig optimiert. All diese Faktoren sorgen dafür, dass der Google-Index ständig in Bewegung ist - und dass kontinuierlich unterschiedliche Platzierungen der Webseiten in den SERPs ermittelt werden, je nachdem wie, was und von welchem Gerät aus wir Suchanfragen an Google übermitteln.

Da sich die Berechnungen für die Rankings im Google-Index ständig verändern, müssen das die in ihm gelisteten Webseiten im Umkehrschluss natürlich auch.

Statische Seiten, auf denen es keine nennenswerten Veränderungen (wie z.B. das Einstellen neuer Produkte oder neuer Texte) gibt, rutschen im Normalfall im Ranking ab. Andere Webseiten, die Antworten auf dieselben Suchanfragen liefern (z.B. die der Konkurrenz), laufen der eigenen mit der Zeit buchstäblich den Rang ab.

Die Betreiber von Webseiten sollten daher darauf achten, dass sich ihre Webpräsenz stets in technisch wie inhaltlich einwandfreiem Zustand befindet, um den Rankinganforderungen Googles gerecht zu werden und eine optimale Platzierung in deren Index zu erreichen. Erreicht werden kann dies mit SEO (Suchmaschinenoptimierung).

 

 

Warum ist der Index von Google so wichtig?

Wenn im SEO Bereich - oder auch generell im Internet von einem Index die Rede ist - handelt es sich meist um den Index eines Suchmaschinenanbieters. Der Wichtigste unter ihnen ist der Google-Index - denn Google besitzt unter den Suchmaschinen beinahe so etwas wie ein Monopol. Rund 90 Prozent aller Suchanfragen weltweit laufen über den Internet-Giganten aus Mountain View, Kalifornien.

Dementsprechend wichtig ist es, in diesem Index mit seiner Webseite einen der vordersten Plätze für seine Keywords zu belegen, denn nur diese werden vermehrt geklickt.

Siehe hierzu auch: Klickwahrscheinlichkeiten in den Google SERPs

Natürlich haben auch Bing, Yahoo oder Baidu ihre eigenen Indexe (oder Indices). Diese reichen jedoch aus den oben genannten Gründen in ihrer Wichtigkeit nicht an den von Google heran.

Fragen und Antworten zum Google-Index

Welche Webseiten werden von Google indexiert?

Der Google Index umfasst alle Webseiten, die von Google indexiert wurden. Indexiert heißt, dass der Betreiber eine Webseite zur Indexierung für Google freigegeben (bzw. nicht blockiert) und der Googlebot sie anschließend ausgelesen hat.

Sollte der Betreiber der Webseite die Seite nicht via Google Search Console hinterlegt haben, ist ein einziger Backlinks ausreichend um von Google in den Index aufgenommen zu werden.

Wie indexiere ich meine Seite bei Google?

Über die Google Search Console. Dort können Sie in wenigen Minuten Ihre Webseite eintragen und direkt  die Eigentümerschaft bestätigen. 

Prinzipiell wird dann der Inhalt der gesamten Seite (Text, Bild, Video) in den Google Index aufgenommen. Über Disallow in der robots.txt und dem Tag robots Noindex können Sie einige Bereiche ausschließen.

Letzteres übernehmen sowohl der Robots-tag als auch eine Datei namens robots.txt für Sie.

Die robots.txt ist das erste Dokument, dass ein Crawler aufruft, wenn er Ihre Seite besucht. Mit der robots-Datei lässt sich aber nicht nur die Vorgehensweise der Crawler steuern - sie schont auch das Crawl-Budget umfangreicher Webseiten mit einer Vielzahl an URLs.

Apropos umfangreiche Seiten: wollen Sie ein solche zur Indexierung freigeben, sollten Sie unbedingt eine Sitemap erstellen und diese bei Google einreichen (Siehe hierzu auch: Sitemap.xml).

 

Wie finde ich heraus, ob meine Seite bei Google indexiert ist?

Die Google Search Console beinhaltet ein URL-Prüftool, mit dem Sie herausfinden können, ob Ihre Seite indexiert ist. Dazu gibt man unter “URL-Prüfung” die Adresse der jeweiligen Webseite ein und erhält danach Informationen über deren Status (z.B. “URL ist auf Google”).

Das Prüftool bietet noch weitere Features, wie zum Beispiel einen Antrag, eine bereits indexierte Webseite nochmals crawlen zu lassen. Sie können damit auch einsehen, warum eine Seite nicht indexiert wurde oder werden konnte, bzw. ob es fehlerhafte Daten gibt. Über die Live-URL Prüfung lässt sich zudem testen, ob eine Seite alle Voraussetzungen erfüllt, um indexiert zu werden.
In den Ergebnissen des Prüftools finden sich darüber hinaus noch wichtige Informationen zu Ihrer Seite, beispielsweise, wie nutzerfreundlich sie in Bezug auf mobile Endgeräte ist.

Weitere Infos sowie ein Erklärvideo von Google finden Sie unter: https://support.google.com/webmasters/answer/9012289?hl=de

Beliebige Seite im Google Index prüfen

Um herauszufinden ob eine beliebige Webseite im Index ist, können Sie den Befehl "site:" in der Google suche verwenden. Hier ein Beispiel:

site:https://www.matthiasklenk.de/seo-freelancer/
Und ein Beispiel für eine Seite die nicht im Index ist:

site:https://www.12345test1234.de

Wie indexiert man Bilder bei Google?

Damit ein Bild optimal ausgelesen, indexiert und den Suchanfragen der User zugeordnet werden kann, müssen ein paar Regeln befolgt werden. Dies wird auch Bilder SEO genannt.

Eine zentrale Rolle nimmt dabei der das Bild beschreibende Text ein. Bildunterschrift, Dateiname und Alt-Attribut sollten zum Beispiel das wichtigste Keyword und eine das Bild beschreibende Formulierung beinhalten. Dadurch erleichtern Sie dem Crawler die Arbeit und sorgen dafür, dass die Bilder in den Suchergebnissen erscheinen.

Ob sie dort dann weit vorne platziert sind, hängt jedoch von mehreren Faktoren ab.

So berücksichtigt Google beispielsweise nur bestimmte Bildformate wie BMP, GIF, JPEG, PNG, WebP oder SVG, wohingegen CSS-Bilder nicht indexiert werden.

Bei umfangreichen Webseiten mit vielen Bildern (wie z.B. Onlineshops, Fotografenseiten oder Bildarchiven) bietet es sich darüber hinaus an, eine eigene Bilder-Sitemap zu erstellen.

Auch die Struktur der Webseite und die Anordnung der Bilder entscheiden über Wohl und Wehe im Ranking. Dasselbe gilt für die Qualität der Bilder.

Unter Best Practices für Google Bilder hat Google einen Guideline zur optimalen Indexierung von Bildern erstellt.

Wie lange braucht Google zur Indexierung?

Im Normalfall dauert das Crawling einer zur Indexierung freigegeben Seite zwischen wenigen Stunden und ein paar Tagen. Bei erneutem Crawlen einer Webseite kann es auch mal ein bisschen länger dauern.

Der Fortschritt des Crawling-Prozesses lässt sich über das URL-Prüftool ermitteln.

Wer detaillierte Informationen zu diesem Thema sucht, wird hier fündig: Statusbericht zur Indexabdeckung.

Google stellt um auf den Mobilen Index

In den letzten Monaten kam noch mehr Bewegung in den Google-Index, denn seit einiger Zeit stellt Google auf den Mobile First Index um.

Google trägt damit der technischen und gesellschaftlichen Entwicklung Rechnung, die sich bei der Nutzung des Internets seit längerem anbahnt: sowohl das Smartphone als auch die anderen mobilen Endgeräte laufen den Computern in ihrer Verwendung und Nutzbarkeit immer mehr den Rang ab.

Es ist daher nicht verwunderlich, dass Google 2018 damit begonnen hat, Webseiten nach dem Zustand ihrer mobilen Variante zu bewerten, statt wie bisher nach ihrer Desktop-Version. Bei Mobile First handelt es sich wohl um eine der größten Umstellungen in der Geschichte der Index-Updates - und alle, die ihrer mobilen Webseite in Zukunft mehr Aufmerksamkeit schenken, werden von dieser Umstellung vermehrt profitieren.

Schon heute gilt: wer eine Webseite neu indexieren lassen will, muss dabei bedenken, dass Google ab sofort die Inhalte der mobilen Version von Bewertung für den Index heranzieht - und nicht mehr die der Desktop-Variante. Eine Webseite im Responsive Design kann die Lösung sein, denn bei diesem Verfahren passen sich die Inhalte selbständig an die unterschiedlichen Screengrößen der Endgeräte an.

Wer das nicht will, muss gänzlich auf eine mobile Variante verzichten, damit Google in diesem speziellen Fall noch die Desktop-Version als Basis für seine Bewertung und das anschließende Ranking heranzieht.

Doch wer kann es sich heute noch leisten, für die mobil suchenden Nutzer keine adäquat aufbereiteten Inhalte bereitzustellen? Wahrscheinlich keiner.

SEO Freelancer Matthias Klenk
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Matthias Klenk, SEO-Freelancer

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