Suchmaschinen-Spamming Was ist Suchmaschinen-Spam?

Was ist Suchmaschinen-Spamming?

Keyword-Spamming, -Stuffing & Co.

Suchmaschinen-Spamming - Definition und Erklärung

Unter Suchmaschinen-Spamming versteht man den Versuch, die Bewertungs-Algorithmen von Suchmaschinenbetreibern zu täuschen oder zu beeinflussen, um für (s)eine Webseite ein besseres Ranking in den SERPs zu erreichen.

Alternative Bezeichnungen:

  • Index-Spamming
  • Spamdexing
  • Linkspamming

Ziele und Folgen des Suchmaschinen-Spammings

Durch Spamming erhoffen sich die Macher meist einen Anstieg des Besucherstromes auf den gepushten Webseiten und/oder ein Mehr an Werbeeinnahmen. In den schlimmsten, wenn auch seltenen Fällen, verfolgen die Betreiber aber auch kriminelle Ziele.

Im Laufe der Zeit haben sich mehrere Möglichkeiten der Einflussnahme auf das Ranking durch Spamming entwickelt. Meist sind deren Erfolge zeitlich nur von kurzer Dauer, da auf der Gegenseite die Suchmaschinenanbieter ständig ihre Bewertungs-Parameter ändern oder an die gängigsten Manipulationsarten anpassen.

Greift eine Webseite auf unlautere Methoden zurück, wird dies mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit irgendwann von den Suchmaschinenbetreibern erkannt und hat Strafen zur Folge (sogenannte Penalties). Diese können im Extremfall auch dazu führen, dass die betreffende Webseite dauerhaft aus dem jeweiligen Index entfernt wird.

Wie funktioniert Suchmaschinen-Spamming?

Suchmaschinen-Spamming ist Bestandteil des Black Hat SEO. Bei dieser Art der Optimierung wird bewusst gegen die Regeln und Richtlinien von Google, Bing und Co. verstoßen. Black-Hat-SEO ist, wie der Name schon sagt, so etwas wie die dunkle Seite der Suchmaschinenoptimierung. Die Methoden greifen oftmals schneller als die des White Hat SEO, sind aber weder in Sachen Nachhaltigkeit, Kosteneffizienz oder Qualität mit den erlaubten White Hat Maßnahmen vergleichbar.

Zu Suchmaschinen-Spam gehören zum Beispiel Hyperlinks, die auf eine Webseite führen, ohne dass diese den Usern Informationen zu ihrer Suchanfrage liefern. Oder auch solche Links, die unter Angabe eines irreführenden Linktexts auf eine Seite verweisen, die keinerlei Inhalte zu dem referenzierenden Linktext bietet.

Auch der Versuch, Mehrfachlistungen für identische Inhalte auf den Suchergebnisseiten zu erhalten, zählen zu den Spamming-Methoden. Keyword-Stuffing oder Keyword-Spamming waren vor allem in den Anfangszeiten der Suchmaschinen (und zum Teil auch heute noch) beliebte Maßnahmen, wenn es darum ging, sich eine bessere Platzierung in den SERPs zu erschleichen. Zudem zählen Cloaking, Brückenseiten, versteckte Links oder verborgener Text auf einer Webseite zu den bekanntesten Arten des Suchmaschinen-Spammings.

Vor allem Vorgehensweisen wie die mit versteckten Texten zeigen die Pervertierung hin zum Sinnlosen durch Spamming-Methoden. In diesen Fällen wird ein Text entweder auf Punktgröße Null oder als weiße Schrift auf weißem Grund gesetzt und mit irreführenden Keywords überfrachtet, sodass er für den User nicht sichtbar ist, aber von Suchmaschinen als echter Inhalt ausgelesen und gerankt wird. Davon profitieren weder Suchende, noch die Suchmaschine, sondern einzig und allein die Webseite und ihre gute Positionierung in den SERPs. Die Frage, die sich dabei stellt, ist vor allem: wie lange verweilt der User auf einer Webseite, die beispielsweise Rasenmäher anbietet, wenn er eigentlich eine Uhr kaufen wollte?

Dass die Betreiber solcher Webseiten unter Umständen auch noch ganz andere Absichten hegen (wie z.B. Phishing oder Installation von schädlicher Software auf dem Rechner des Users), liegt nahe.

Warum Google gegen Suchmaschinen-Spam vorgeht

Suchmaschinen-Spamming ist aus mehreren Gründen verwerflich. Zum einen aus ethischer, oder moralischer Sicht: denn Betrug bleibt Betrug - egal, ob die dadurch entstandenen Schäden klein oder groß sind.

Zum anderen bedeuten diese Täuschungen für Google und Co., dass die Treffer auf den Suchergebnisseiten in ihrer Qualität verwässert werden. Und je schlechter die Qualität der ausgespielten Suchergebnisse, desto schlechter ist im Umkehrschluss auch die Suchmaschine - denn diese will in erster Linie Antworten und Lösungen liefern und nicht völlig irrelevante Inhalte. Viele ehemals etablierte Suchmaschinen sind an dieser Qualitäts-Hürde gescheitert und in der Folge von anderen Anbietern übernommen worden, bzw. in Vergessenheit geraten oder Konkurs gegangen.

Neben dem eigenen technischen Anspruch Googles, die beste Suchmaschine der Welt zu sein und zu bleiben, gibt es aber noch einen weiteren Grund, die besten Suchergebnisse auf User-Anfragen auszuspielen: den User selbst. Wird dieser zu irrelevanten Inhalten weitergeleitet, kostet ihn das Zeit, Nerven und er verliert darüber hinaus das Vertrauen in die von ihm gewählte Suchmaschine und sucht sich eine andere.

Und dann gibt es noch einen vierten Grund, Spamming-Methoden zu unterdrücken. Bei diesem handelt es sich nicht nur um einen kleinen Regelverstoß, sondern um einen echten Fall von Wirtschaftskriminalität: das Google Bowling.

Google Bowling - Angriff auf die Konkurrenz

Suchmaschinen-Spamming wird meistens dazu genutzt, die eigene Seite zu pushen. Doch es gibt noch eine andere Art, die der eigenen Webseite nur indirekt nutzt: die Schwächung der Konkurrenz.

Versuche wie diese heißen Google Bowling oder Negative Suchmaschinen-Optimierung. Meist wird dabei mit einer Vielzahl von Backlinks mit minderer Qualität auf eine Konkurrenzseite verwiesen - und Google bewertet diese Links natürlich dementsprechend schlecht. Handelt es sich dabei um tausende oder gar zehntausende Links, kann das gravierende Folgen für die jeweilige Webseite haben. Und selbst, wenn es sich im besten Fall nur um ein mehrwöchiges Abrutschen auf Seite 2 der Suchergebnisse handeln sollte (und nicht um einen Index-Ausschluss), bedeutet das bei einem größeren mittelständischen E-Commerce Unternehmen unter Umständen schon Umsatzeinbußen im Millionenbereich.

SEO Freelancer Matthias Klenk
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