WDF IDF erklärt im SEO Glossar

WDF*IDF Definition und Erklärung

Kurze Definition: WDF*IDF

WDF*IDF ist eine Formel, mit der man das Vorkommen eines Keywords und dessen zugehöriger Terme der eigenen Webseite ins Verhältniszu allen anderen Webseiten setzt, die für dieses Keyword ranken.

Alternative Bezeichnung(en):

  • Within Document Frequency * Inverse Document Frequency
  • relative Termfrequenz

WDF*IDF - Definition und Erklärung

WDF*IDF ist eine Formel, mit der man die Verwendung eines Keywords und dessen zugehöriger Terme der eigenen Webseite ins Verhältnis zu allen anderen Webseiten setzt, die für dieses Keyword ranken.

Dies gibt unter anderem Aufschluss darüber, warum die Inhalte der Konkurrenz beispielsweise im Ranking vor der eigenen Webseite liegen und ist daher ein beliebtes SEO-Tool.

Liest man die Zahlen richtig, lassen sich aus ihnen Strategien und Optimierungslösungen für ein besseres Ranking ableiten. Die Formel rückte 2012 in den Fokus, als der Onlinemarketing-Experte Karl Kratz die Aussagekraft der Keyword Density in Frage stellte und auf die Vorteile der WDF*IDF-Formel zur Termgewichtung in Texten und Webinhalten verwies.

Keyword auf Keyword auf Keyword hilft nicht mehr viel. Was heute zählt, ist die Termgewichtung.

Schon wenige Jahre nach der Öffnung des Internets für die Allgemeinheit entwickelte sich ein Kampf um die vordersten Plätze auf den Suchergebnisseiten (SERPs).

War es am Anfang noch weit verbreitet, seine Seite mit unlauteren und für die User unsinnigen Mitteln wie Keyword Stuffing im Google Ranking nach oben zu prügeln, basiert das Wettrennen um die besten Plätze heute auf Qualität, Relevanz und Einzigartigkeit des Contents, gepaart mit der Verwendung der richtigen Keywords (und natürlich ein paar anderen Rankingfaktoren).

WDF*IDF: Die bestmögliche Verwendung von Keywords und ihrer zugehörigen Terme - mathematisch gesehen.

Wer selbst mal eine Webseite erstellt hat, weiß: der Weg zu Qualität, Relevanz und Einzigartigkeit des eigenen Contents ist weit. Für eine der vorderen Platzierungen im Google Ranking ist dies jedoch eine Grundvoraussetzung.

Neben Stil, Sprache und Struktur muss ein Text heute aber auch in logarithmischer Hinsicht perfekt sein. Einer der Leser ist nämlich nicht menschlich: Googles Algorithmus.

Für ihn ist entscheidend, welche Worte und welche themenverwandten Terme ein Text beinhaltet. Oder auch, wie oft ein Keyword erwähnt werden kann oder muss. Als bestes Tool zur Bestimmung der richtigen Termgewichtung bei Webinhalten hat sich die WDF*IDF-Formel herauskristallisiert.

Mit ihr lassen sich diejenigen Schlagwörter, Begriffe und Terme, bzw. deren nachhaltiger Einsatz ermitteln, um damit die Relevanz der eigenen Inhalte in Googles Berechnungen zu erhöhen. Bedenken Sie aber stets, dass die Ergebnisse der WDF*IDF-Formel noch lange keinen guten Text aus Ihren Inhalten machen, aus technischer Sicht jedoch gute Leitplanken für einen solchen darstellen.

Die einzelnen Bestandteile der Formel WDF*IDF

Die Formel besteht aus den beiden Werten WDF (Within Document Frequency) und IDF (Inverse Document Frequency), die multipliziert werden. Also:

WDF * IDF

Das Ergebnis der beiden Faktoren wirdrelative Termfrequenz (oder auch “Termgewichtung”) genannt. Also:

WDF * IDF = relative Termfrequenz

Der ermittelte Wert gibt, wie oben bereits beschrieben, das Verhältnis des eigenen Textes zu jedem anderen Content im Internet an, der für dasselbe untersuchte Keyword gerankt ist.

Kurzbeschreibung der beiden Faktoren WDF und IDF

WDFsteht abgekürzt für “Within Document Frequency”. Sie bezeichnet die Häufigkeit eines Keywords/Terms in einem Dokument verglichen mit allen anderen Keywords desselben Dokuments. Durch einen Logarithmus wird der Wert gestaucht, was zu aussagekräftigeren Ergebnissen führt.

Berechnet wird WDF wie folgt:

WDF Formel

IDF steht abgekürzt für “Inverse Document Frequency”. Sie bezeichnet die Häufigkeit eines Keywords in einem bestimmten Dokument verglichen mit der Häufigkeit desselben Keywords in allen anderen Dokumenten (im Internet).

Berechnet wird IDF wie folgt:

IDF Formel

Wer sich für Formeln oder Termgewichtungen im Detail und deren Auswirkungen auf das Onlinemarketing und SEO interessiert, wird hier fündig:

https://karlkratz.de/onlinemarketing-blog/termgewichtung-wdf-idf/

Die Bedeutung von WDF*IDF für SEO.

WDF*IDF ist für fast alle SEOs ein Segen. Mit ihr wurde wieder einmal eine Zahl in Googles Algorithmus-Universum messbar gemacht, die über Wohl und Wehe im Ranking mitentscheidet.

Damit die WDF*IDF-Analyse aber auch tatsächlich nachhaltige Ergebnisse für die Suchmaschinenoptimierung liefert, müssen wirklich alle term- und themenverwandten Wörter untersucht werden. Nur so kann sichergestellt werden, dass die im eigenen Text verwendeten Begriffe genauso einzigartig wie relevant sind. Denn darum geht es Google im Endeffekt: dass eigene Texte zu einzigartigen Texten werden.

Als Faustregel gilt: Ein Term, der in wenigen Dokumenten sehr häufig vorkommt ist besser als Wörter, die Bestandteil von fast allen Dokumenten sind.

Wer als SEO oder Webmaster Kunden mit vielen Inhalten oder langen Texten betreut, kann über den Erwerb eines guten WDF*IDF-Tools nachdenken. Diese verfügen über gute Features, die die tägliche Arbeit erleichtern. Von der Inhaltsanalyse der (besser gerankten) Konkurrenz über Begriffsvorschläge, die in den Texten vermehrt, verringert oder hinzugefügt werden sollten bis hin zu Vorschlägen zu Termen, die den eigenen Inhalt einzigartig machen.

Doch vorsicht: die WDFIDF-Formel ist kein Tool, das geeignet ist, seine Inhalte für wirklich jeden Suchbegriff zu optimieren. An Seiten mit vielen sehr allgemein gehaltenen Keywords (wie Hund, Flug oder Rezepte), sowie Seiten mit Keywords, die mehrdeutig sind, scheitert die WDFIDF-Analyse manchmal.

Zusatzinfos: WDF*IDF

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