Above the fold

Alternative Bezeichnung:

  • Im (zuerst) sichtbaren Bereich
  • Über der Falz

In diesem Beitrag zum Above the Fold-Bereich erkläre ich, was dieser direkt sichtbare Teil einer Webseite bedeutet, warum er für SEO und Nutzererfahrung so wichtig ist und wie Sie ihn optimal gestalten können. Sie erfahren, wie er das Ranking, die Ladezeit und das Besucherverhalten beeinflussen kann – und Sie erhalten kurze Tipps zur Optimierung für Desktop und mobile Geräte.

Was ist Above the fold?

Unter "above the fold" versteht man Inhalte die direkt nach dem Laden einer Website sichtbar sind ohne vorab scrollen zu müssen.

Der Begriff "Above the fold" ist englisch und steht für die - zumindest im digitalen Bereich - etwas widersprüchliche deutsche Bezeichnung "über dem Falz".

Herkunft

Above the fold ist eine Bezeichnung, die noch aus den ganz frühen Jahren der Druckkunst stammt. Denn damals, wie auch heute noch, wurden großformatige Zeitungen meist in der Mitte horizontal gefaltet, damit ihr wenig praktischer Umfang um die Hälfte reduziert wird. Das war wichtg für die Auslage am Kiosk, aber auch, damit die Zeitung beispielsweise in die Aktentasche der Käufer passt.

"Über dem Falz" stand und steht bei einer Zeitung auch heute noch immer die Meldung, die für Abverkauf sorgt, bzw. das wichtigste Thema des Tages.

Im modernen Webdesign ist mit "above the fold" der zuerst sichtbare Bereich einer Webseite gemeint, bzw. der Teil der Webseite, der auf dem jeweiligen Endgerät des Users in dessen Browser ohne Scrollen lesbar ist. Unmittelbar sichtbar. Am einfachsten erklären lässt es sich  also mit "im zuerst sichtbaren Bereich".


"Above the Fold" und die SEO-Relevanz

Der Bereich above the fold ist entscheidend für den ersten Eindruck eines Nutzers und beeinflusst somit die SEO-Performance einer Website.
Inhalte, die sofort sichtbar sind, sollten klar, ansprechend und auf die Bedürfnisse des Nutzers abgestimmt sein.
Besonders wichtig sind visuell auffällige Elemente wie Überschriften, Bilder und Call-to-Actions (CTAs). Eine hohe Relevanz und Benutzerfreundlichkeit in diesem Bereich reduziert die Absprungrate, verbessert die Verweildauer und steigert die Conversion-Rate. All dies wirkt sich positiv auf das Ranking in den Suchmaschinen aus.

Above the fold - Average fold - Screenshot

Above the fold und Largest Contentful Paint (LCP)

Der Largest Contentful Paint (LCP) ist eine zentrale Metrik der Core Web Vitals, die misst, wie schnell der größte sichtbare Inhalt auf einer Seite geladen wird. Dieser Wert bezieht sich oft auf den above the fold-Bereich, da hier wichtige Inhalte zuerst erscheinen.
Eine gute LCP-Zeit liegt unter 2,5 Sekunden.
Langsame Ladezeiten in diesem Bereich können das Ranking und die Benutzererfahrung negativ beeinflussen.
Daher sollte der "above the fold"-Bereich besonders schnell laden, um die SEO-Performance zu optimieren.


Mobile-Optimierung des "Above the Fold"-Bereichs

Da mobile Bildschirme deutlich kleiner sind als Desktop-Monitore, fällt der "above the fold"-Bereich kompakter aus. Es ist entscheidend, Inhalte wie den wichtigsten Text und Call-to-Action-Elemente so zu platzieren, dass sie auf mobilen Geräten sofort sichtbar sind.
Auch die Ladezeit spielt eine noch größere Rolle, da langsam ladende Elemente die Benutzererfahrung beeinträchtigen können. Um die mobile Performance zu optimieren, sollte der Fokus auf eine schnelle Ladezeit und klare, kurze Inhalte im "above the fold"-Bereich gelegt werden.

Above the fold Beispiel - Mobile


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Tipps zur Optimierung des "Above the Fold" Bereichs

  1. Wichtige Inhalte im Fokus: Platzieren Sie wichtige Informationen, wie Ihre Hauptbotschaft oder Handlungsaufforderungen (CTAs), direkt im sichtbaren Bereich. Nutzer sollen auf den ersten Blick erkennen, worum es geht und wie sie interagieren können.
  2. Kurze Ladezeiten: Die Ladezeit des "above the fold" Bereichs beeinflusst das Nutzererlebnis maßgeblich. Komprimieren Sie Bilder und nutzen Sie Lazy Loading für Inhalte unterhalb des sichtbaren Bereichs, um die Ladegeschwindigkeit zu optimieren.
  3. Einladung zum Scrollen: Nutzen Sie visuelle Elemente wie Pfeile oder eine „Weiterlesen“-Anzeige, die den Nutzer zum Scrollen animieren.
  4. Klare Navigation: Eine klare, gut sichtbare Navigation im oberen Bereich der Seite sorgt für Orientierung und bessere Nutzerführung.
  5. Responsive Design: Denken Sie an unterschiedliche Bildschirmgrößen. Der "above the fold" Bereich variiert zwischen mobilen Geräten und Desktops. Passen Sie Inhalte entsprechend an.

Weiterführende Informationen:

Ihr Ansprechpartner
Matthias Klenk, SEO Freelancer

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Matthias Klenk, SEO-Freelancer und SEO-Experte
       

Häufige Fragen und Antworten zum Thema Above the fold

Wie wir die exakte Höhe des Above the fold-Bereichs für verschiedene Endgeräte ermittelt?

Messen Sie die Viewport-Höhe mit den Entwicklertools und testen auf echten Geräten. Verwenden Sie relative Einheiten wie vh und responsive Breakpoints statt fixer Pixelwerte.

Welche konkreten technischen Maßnahmen verbessern die LCP im Above the fold-Bereich?

Bilder komprimieren und als responsive Formate ausliefern, kritisches CSS inline oder als Critical CSS laden, render-blockierende JavaScript entfernen oder defer, wichtige Ressourcen preloaden, Serverantwortzeit reduzieren und Webfonts optimieren.

Beeinflusst der Above the fold-Bereich die Indexierung durch Suchmaschinen?

Nicht direkt. Wenn Inhalte jedoch erst spät per JavaScript nachgeladen werden, kann das die Indexierung erschweren. Sorgen Sie dafür, dass relevante Inhalte serverseitig oder schnell gerendert vorhanden sind.

Sollten Above the fold-Inhalte zwischen Desktop und Mobile unterschiedlich sein?

Die Kernbotschaft sollte konsistent bleiben. Layout und Priorisierung dürfen variieren, aber Sie sollten keine wichtigen SEO-Inhalte auf Mobilgeräten verbergen.

Wie wird überprüft, ob Ihre Optimierungen des Above the fold erfolgreich sind?

Nutzen Sie PageSpeed Insights oder Lighthouse für LCP, prüfen Sie Real-User-Daten (CrUX), beobachten Sie Absprungrate und Conversion und führen gegebenenfalls A/B-Tests durch.